KonfiDank 2020

Sie haben ein schweres Schicksal: Kinder in Rumänien, die unheilbar krank sind. Nicht nur, dass sie sterben werden. Viele werden von den Eltern dabei alleine gelassen. Ein Lichtblick am Ende ihres Lebensweges ist für die kleinen und jugendlichen Patienten das Kinderhospiz in Sibiu.

 

So weit der Atem reicht

Karina ist gerade vier Jahre alt geworden. Ihrer schweren Krankheit zum Trotz. Die schwachen Lungen und die seltsam verformte Luftröhre nehmen ihr den Atem. Ständig kämpft sie mit Infektionen und Fieberschüben. Seit ihrer Geburt ist sie im Krankenhaus. Ihre Eltern haben sie dort alleine zurückgelassen. Sie waren mit der Diagnose „unheilbar“ überfordert.

Als es so aussieht, dass Karina bald sterben wird, kommt sie ins Kinderhospiz nach Sibiu (Hermannstadt). Doch die kleine Kämpferin will leben. So weit der Atem reicht. Nach ein paar Tagen macht sie sogar erste Gehversuche. Auf wackeligen Beinen zieht sie los, fünf, sechs Schritte den Gang entlang. Atemlos bleibt sie stehen. Weitere fünf, sechs Schritte, dann ruht sie sich in den Armen einer Pflegerin aus. Karina lebt, zwischen Sauerstoffgerät und Inhalationen. So weit der Atem reicht.

Für die Zeit, die ihr noch bleibt, hat Karina ein Zuhause gefunden. Das Kinderhospiz ist das einzige Haus in Rumänien für unheilbar erkrankte Kinder. Es wurde 2016 vom Verein „Dr. Carl Wolff“ ins Leben gerufen, der eng mit der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien verbunden ist. Zehn Kinder finden im Hospiz Platz, auch deren Eltern, wenn sie es möchten. Die meisten sind zwischen drei Wochen und drei Monaten da. Den gut ausgebildeten Mitarbeitenden liegen ihre jungen Patienten sehr am Herzen. Sie werden medizinisch gut versorgt und liebevoll gepflegt, Schmerzen werden gelindert und letzte Wünsche erfüllt. Gemeinsam mit den Kindern und Eltern wird gelacht, geweint und Abschied genommen. So weit der Atem reicht.

Mit deiner Spende für das Kinderhospiz in Rumänien hilfst du unheilbar erkrankten Kindern, dass sie Fürsorge, Liebe und Geborgenheit erfahren.