Willkommen

auf den Internet-Seiten des Gustav-Adolf-Werks, Hauptgruppe Bayern e.V.

Das Gustav-Adolf-Werk, Hauptgruppe Bayern e.V. ist ein eigenständiges Spendenwerk in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, das partnerschaftliche Hilfe aus christlichem Glauben heraus organisiert und evangelische Minderheiten weltweit stärkt.

Engagiert, ehrenamtlich, evangelisch

Im Dienst für evangelische Minderheiten

Vier Herren und eine Dame engagieren sich im Vorstand des Gustav-Adolf-Werks in Bayern. Sie sind motiviert, eine langjährige Tradition fortzuführen: seit mehr als 160 Jahre setzen sich Menschen im GAW von Bayern aus für evangelische Christen in der weltweiten Diaspora ein – engagiert und ehrenamtlich.

Im Bild von links: Vorsitzender Pfarrer Wolfgang Layh (Auhausen), Schriftführer Gottfried Pätzig (Passau), Vorsitzende der GAW Frauenarbeit in Bayern Ursula Kugler (Heidenheim), stellvertretender Vorsitzender Dekan Uland Spahlinger (Dinkelsbühl) und Schatzmeister Robert Gehringer (Rothenburg o. d. Tauber).

LandesDiasporaTag 2018 in Nürnberg

Der große Saal im Amt für Gemeindedienst in Nürnberg war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die beiden Diasporawerke in Bayern, Gustav-Adolf-Werk und Martin-Luther-Verein, hatten im Juni wieder zu einem gemeinsamen LandesDiasporaTag eingeladen und sind mit dem Thema Ukraine auf großes Interesse gestoßen. Vielleicht auch, weil es in den Medien still geworden ist um die Ukraine. Die Ereignisse auf dem Maidan, die Annexion der Krim oder der militärische Konflikt im Osten des Landes sind kaum mehr im Gespräch. Ebenso wenig wie die vielen Menschen, die aufgrund der Ereignisse und der gegenwärtigen Situation Not leiden. Doch nicht nur das Land, auch die Deutsche Evangelisch -Lutherische Kirche in der Ukraine (DELKU) befindet sich wegen interner Spannungen in einer großen Krise.

Kompetente Referenten informierten zu Land und Kirchen: Pfarrer Ralf Haska, von 2009 bis 2014 über die EKD Pfarrer in St. Katharina in Kiew, stellte seinen Blick auf das Land an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien vor und skizzierte die aktuelle Lage dort. Über die schwierige Situation in der DELKU informierte aus seiner Sicht Pfarrer Alexander Gross aus Petrodolinske. Er ist einer der Betroffenen, die mit ihren Gemeinden vom Bischof aus der DELKU entlassen wurden. Trotz widriger Bedingungen versucht Alexander Gross, die Gemeindearbeit fortzusetzen, zu der auch eine Tagesbetreuung für notleidende Kinder gehört. Eine Bereicherung für den LandesDiasporaTag waren auch die Ausführungen von Péter Szeghljánik, Pfarrer der Reformierten Kirche in Transkarpatien. Seine Kirche, die seit der Wende ein stetiges Wachstum verzeichnet, sieht sich vielfältigen diakonischen Aufgaben gegenüber. Transkarpatien ist ein strukturschwacher und von der Regierung vernachlässigter Landesteil im Südwesten der Ukraine. Die Arbeitslosigkeit ist hoch und viele Menschen dort sind sehr arm.

Der Einladung zur Tagung war auch Kirchenrat Raphael Quandt gefolgt, seit Anfang des Jahres Referent für Ökumene und Mittelosteuropa und Ansprechpartner für die Diasporawerke in der bayerischen Landeskirche. Seine Gedanken zur Diasporaarbeit im Allgemeinen und aktuelle Informationen aus evangelischen Kirchen Osteuropas kamen sowohl bei den Organisatoren als auch bei den Gästen der Tagung gut an.

Am Nachmittag traten Referenten und Tagungsteilnehmer, zu denen auch Oberkirchenrat Norbert Denecke, Geschäftsführer des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes in Hannover, Michael Hübner, Generalsekretär des Martin-Luther-Bundes und der bayerische Synodale Fritz Schroth gehörten, in ein engagiertes Rundgespräch ein. Die Trauer und Fassungslosigkeit über die Situation in der Ukraine und vor allem in der DELKU bekamen hier ebenso Raum wie die Hoffnung auf ein Ende der unsäglichen Entwicklung und die Suche nach Wegen, um dagegen anzugehen. Die Diskussion mündete aus den Reihen der Teilnehmer heraus in ein spontanes Gebet, an dem sich zahlreiche beteiligten. Die Not der Menschen in der Ukraine, die Probleme und Aufgaben in beiden Kirchen, alle offenen Fragen - sie wurden vor Gott gebracht und er wurde um Führung und Beistand gebeten.

Foto: Die Vorsitzenden der Diasporawerke in Bayern bedanken sich bei den Referenten für einen inhaltsreichen und bewegenden LandesDiasporaTag - Von links: Wolfgang Layh (Vorsitzender GAW), Raphael Quandt, Alexander Gross, Péter Szeghljánik, Ralf Haska, Wolfgang Hagemann (Vorsitzender MLV).